So, der Trainingsplan steht und wird mit Nachdruck verfolgt. Das Wetter ist gelinde gesagt beschissen zu dieser Jahreszeit, aber was soll´s. Wenn der Plan sagt, man muss raus, dann muss man eben raus. Relativ einfache Sache eigentlich, oder? Nicht? Die meisten Leute mit denen ich mich über meinen Sportalltag unterhalte, verstehen die Motivation dahinter gar nicht so recht. Die Frage auf das warum und wieso geht man jetzt raus trainieren, stellt man lieber gar nicht erst. Zu groß scheint die Gefahr des Abkürzens oder des Ausfallenlassens. Eben nicht. Die Antwort ist super simpel. Um besser zu werden. Ganz einfach. Denn nur wer stetig an sich arbeitet und sich mit dem, was er tut auseinandersetzt, der sieht Möglichkeiten sein Potential besser auszuschöpfen. Deshalb schaue ich auch gerne nach links und rechts. Welcher Teamkamerad macht was und warum? Austausch ist wichtig. Aber am Liebsten schaue ich nach oben. Auf die GROSSEN. Auf die Frodenos, Kienles und Langes. Wie machen die das? Kann man von denen lernen? Und die Antwort ist wieder supereinfach. Ja, und ob man das kann. Es liegt natürlich an jedem selbst, wie intensiv und exzessiv man das dann so betreibt. Die Profis haben natürlich von allem mehr. Mehr Ressourcen, mehr Zeit, mehr Trainerstuff und allem anderen voraus: Mehr Talent und Begabung. Aber ich sag mir immer: Die kochen auch nur mit Wasser.

 Motto des Monats Februar: Lasst uns kochen!

Was die können, können wir doch auch. Im heutigen digitalen Zeitalter ist es natürlich um einiges einfacher, sich zu informieren wie die Großen das manchen. Auf Youtube gibt es seit gut einem Jahr einen Channel der Triathlon Crew Cologne heißt: https://www.youtube.com/user/NStagg86/featured

Kann ich jedem sportwissenschaftlich Interessierten nur wärmstens ans Herz legen. Da kann man sehen, wie man durch kleine Stellschrauben wie Koffeineinnahmen zum richtigen Zeitpunkt, Ernährungstipps und vor allem Trainingskonzepte seine Leistung optimieren kann. Ich war natürlich gleich Feuer und Flamme und habe gefühlt alles ausprobiert. Training um 06:00 Uhr mit leerem Magen und zwei doppelten Espressi um den Fettstoffwechsel zu erhöhen, gesteuerte Nahrungsaufnahme maximal 2 Stunden vor Trainingseinheiten und Proteinaufnahme nach dem Training, bis hin zur Feinjustierung der einzelnen Trainingseinheiten. Manche Sachen sind nicht unbedingt neu, aber immer saugut erklärt. Live, in Farbe und bunt 🙂 Ende des Monats stand dann der erste Wettkampf an. Da ich ja schon seit Oktober im Training bin, war ich natürlich auch heiß auf die erste Standortbestimmung.

Es stand ein Duathlon in Finsterwalde an. Der Kampf mit dem Neptun.  10km Laufen und anschließendes 800m Schwimmen in der Halle. Kein wirklicher Triathlon, aber eine willkommene Abwechslung im Training. Die 10km Laufen wurden auf 2 Runden aufgeteilt. Aus meiner Erfahrung der letzten Jahre weiß ich, dass beim Start immer alle losprügeln und man sich tunlichst zurückhalten muss um nicht zu „überpacen“. Gesagt, nicht getan. Hab mich bei fast sommerlichen 17 Grad im Februar und der allgemeinen Euphorie mitreißen lassen und bin den ersten Kilometer erstmal in einer 3:20 min angelaufen. Die Tatsache, dass ich somit mal gut 10 Sekunden schneller als meine eigentliche 1km Bestzeit gelaufen bin, sollte einem dann aber aufhorchen lassen. Zum Glück konnte ich dann konstant bei 3:55 – 4:10 min/km durchlaufen. Für mich gab es am Ende mit 40:19 min auf 10km eine neue Bestzeit und erneut ein Zeichen, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Über das Schwimmen will ich lieber gar nicht reden. Das gehörte noch nie zu meinen Lieblingsdisziplinen und wird es vermutlich auch nicht werden. 14:43 min auf 800m ist nicht die Welt, aber so schlecht dann auch wieder nicht. Die Spitze des Feldes schwimmt da 2,5 Minuten schneller 🙁 Fazit: Beim Laufen bin ich auf einem sehr guten Weg und beim Schwimmen muss ich noch `ne Schippe drauflegen.

Also wieder an alle da draußen. Macht’s mir nach und trainiert fleißig, denn der Frühling und somit der erste Wettkampf steht schon vor der Tür 😉

Beste und sportliche Grüße

 Steve