Auch wenn der Januar nun schon etwas länger zurückliegt, möchte ich mir die Gelegenheit trotzdem nicht nehmen lassen, „mein Triathlon Blog 2019“ standesgemäß am Anfang des Jahres starten zu lassen. Die Idee kam mir, wie die meisten spontanen Einfälle, beim Sport. Eigentlich auch kein Wunder, wenn man gefühlt rund um die Uhr Sport treibt. Bei einer längeren Trainingseinheit können die Gedanken schon mal unsortiert im Kopf umherschwirren. Fragen werden in Bruchstücken beantwortet und Ideen in Lösungen nur fetzenhaft wiedergegeben. Von daher kam mir die Idee das alles mal niederzuschreiben und euch dran teilhaben zu lassen. Pulitzer- oder Literaturnobelpreise dürfen zwar nicht erwartet werden, aber ein ehrlicher Einblick in die Sportwelt eines Triathleten sollte doch allemal drin sein. Vielleicht fühlt sich ja auch der ein oder andere genötigt, uns an seinem Trainings- und Wettkampfalltag teilhaben zu lassen, denn Verbesserungen und neue Ideen haben wir meist dann, wenn wir über den Tellerrand hinausschauen. Ich, für meinen Teil, finde es unglaublich spannend, die Herangehensweisen und Ziele von anderen Athleten kennen zu lernen. Aber nun zu meinen:

Der Januar stand unter dem klassischen Motto: Neues Jahr, neue Wege.

Das Jahr 2019 soll mit zwei geplanten Mitteldistanzen in zwei Wochen, schon recht trainingsintensiv werden. Vor allem steht aber: Nicht verletzen!

Ich, als doch recht verletzungsanfälliger Athlet, habe deswegen die Umfänge nach der Saisonpause im September stetig gesteigert um genau DAS vorzubeugen. Hab mir Gedanken gemacht, wie ich zielgerichteter und effektiver trainieren kann. Deshalb war ich gleich in der ersten Januarwoche bei meiner ersten Leistungsdiagnostik. Die daraus resultierenden sportwissenschaftlichen Ergebnisse sollen mir dabei helfen, mein Training und somit langfristig meine Leistungen zu optimieren. Für alle die es noch nicht kennen, folgt ein kleiner Einblick. Man darf (in meinem Fall auf einem Ergometer) powern bis man umfällt und dabei werden stetig und ständig Laktat, Puls, Blutdruck sowie Sauerstoff und Kohlendioxid gemessen. Alle paar Minuten wurde die Belastung intensiviert und man musste mit immer noch mehr Kraftaufwand ins Pedal treten. Daraus kann man dann wunderbar eine Leistungskurve erzeugen. Im Allgemeinen gilt: Je höher die Belastung, desto höher ist der Laktatspiegel im Blut. Und da man als Triathlet davon so wenig wie möglich im Blut haben will, gilt es seine genauen Leistungsgrenzen kennenzulernen. Denn nur so kann man „gezielt“ eine Verschiebung dieser Grenzen erreichen. Die erzielten Werte werden nach der ausgiebigen Dusche dann mit dem Arzt besprochen. Ich hatte mir ehrlich gesagt etwas mehr erhofft, als ich am Ende bekommen hatte. Da ich mich die Monate zuvor schon intensiv mit sportwissenschaftlichen Themen wie Stoffwechsel, Fettverbrennung, maximale Sauerstoffaufnahme und Laktatbildungsraten auseinandergesetzt habe, hat das die Erklärung des Arztes nicht DEN Aha-Effekt ausgelöst. Auch das Gelobe über meine niedrige Laktatbildungsrate hat jetzt keine gravierenden Änderungen im Training ausgelöst. Vielmehr war die ganze Sache eine Bestätigung des Gesamtkonzeptes. Ich scheine auf dem richtigen Weg zu sein und ganz so nebenbei: auch bundesligatauglich (zumindest stoffwechseltechnisch). Es zeigt sich also, wer sich mit seinem Training befasst, hat schon mal den 1. Schritt in die richtige Richtung gemacht. Also, macht es mir nach! Plant eure Saison und eure Trainingseinheiten. Auch wenn das Wetter nicht unbedingt zu Außenaktivitäten einlädt, ist ein Blick auf den erstellten Trainingsplan manchmal schon die halbe Motivation.

 Beste und sportliche Grüße

Steve