Reinhardt Engert Deutscher Vizemeister

Die Deutsche Meisterschaft im Cross Duathlon wurde vom Frühjahr diesen Jahres wegen der Coronamaßnahmen auf den Spätherbst verschoben. Doch stand die Durchführung wegen der Flutkatastrophe in Rheinland Pfalz erneut lange Zeit auf der Kippe. Das Hochwasser hatte in Schleiden, dem Austragungsort, Teile der Rennstrecke und den Sportplatz, wo sich Start und Ziel sowie die Wechselräume befinden sollten, massiv zerstört. Dank unzähliger freiwilliger Aufbaustunden von Vereinsmitgliedern und Helfern gelang es, alles so wieder herzurichten, das der Meisterschaft nichts mehr im Wege stand. Mit über 400 Startern gab es sogar einen neuen Teilnehmerrekord. Bis Altersklasse 60 wurde die lange Xterra Full Strecke mit 8,2 km Laufen, 25 km Rad und 4,1 km laufen gestartet. Für die Senioren ab 60 Jahre war die Xterra Strecke mit 4,1 km laufen, 15 km Rad und nochmal 4,1 km laufen zwar kürzer, aber nicht weniger schwer. Denn  der zuvor 2 Tage anhaltende Dauerregen hatte die Wege, die schon im trockenen Zustand von den Athleten alles abverlangen, in eine schlammige und äußerst schwer zu bewältigende Piste verwandelt. Zudem waren noch Schikanen, Holzbrücken und andere Hindernisse eingebaut  Ein schwerer Sturz in der letzten Abfahrt sorgte für Verwirrung unter den Startern, denn das Rennen wurde 20 Minuten neutralisiert, da es durch den Einsatz der Rettungskräfte keine Überholmöglichkeiten an dieser schmalen Stelle gab. Die verlorene Zeit wurde aber so weit wie möglich wieder gutgeschrieben.

Reinhardt Engert vom SV Stahl Hennigsdorf e. V. war auf der Kurzdistanz in der AK M 70 am Start und sah sich einem auserlesenen Konkurrentenfeld gegenüber. Mit dabei Reinhard Joas von den Herieder Aqualethen, der kurz zu vor schon in den Dolomiten Europameister wurde und seinen Deutschen Meistertitel von 2019 verteidigen wollte.  Entsprechend schnell verlief auch die erste Laufrunde, die Engert als Zweiter hinter Joas beendete.

Die beiden Radrunden wurden zur größten Herausforderung für alle. Es ging anfangs nur steil nach oben, Durch den klebrigen Schlamm im Reifenprofil und in der Schaltung mußte viel geschoben werden. Aber die Radschuhe hatte auch keinen Grip auf dem weichen Untergrund. Auf den Wiesen, wo das Wasser noch nicht gänzlich abgeflossen war, kamen die Besten  nur mit größter Kraftanstrengung durch. Ich blieb auf Platz 2 und war nach der letzten Laufrunde Deutscher Vize Meister in 2:26:56,3 Stunden. Ale anderen gemeldeten Teilnehmer meiner Alterrsklasse gaben auf oder kamen nicht ins Ziel.