reinhardDie neue Duathlon/Triathlon Saison wurde in Rauen bei Fürstenwalde mit den Berlin-Brandenburgischen Landesmeisterschaften im Cross-Duathlon eröffnet. Die einzelnen Distanzen waren 6 km Laufen, 18 km Radfahren und zum Schluß nochmal 3 km Laufen. Um sich die Strecke einprägen zu können, waren die Lauf- und Radstrecke identisch. So konnte sich jeder Athlet schon auf dem ersten Laufkurs schon einen Überblick verschaffen, was ihn auf dem Rad erwarten sollte. Und das war schon äußerst anspruchsvoll und speziell. Nach einer 500 m langen leicht ansteigenden Asphaltstrecke ging es sofort steil hinauf in die Rauener Berge. Scharfe Spitzkehren, schlammig aufgeweichter Untergrund auf schlüpfrigen Laubbelag und tief eingefurchte Sandpassagen verlangten schon beim Laufen höchste Konzentration. Die höchste Stelle war der Steintisch, der nur über einen 100 m langen Treppenanstieg zu erreichen war. Dort mußten die Räder getragen oder geschoben werden. Von dort aus ging es in rasender Abfahrt in kurvenreiche Gelände hinunter bis zum tiefsten Punkt und anschließen nochmal hoch über eine Vierfachhügelkette auf einem ganz engen Trampelpfad. Wer dort furchtlos und schnell die Abfahrten hinunterkam, konnte den Speed bis zum nächsten Berg ausnutzen und so eine Menge Kraft und Zeit gut machen. Die restlichen eineinhalb Kilometer zogen sich abwechselnd auf und ab am Hang entlang und fädelten nach einer nochmals sehr schnellen Abfahrt auf die Zielgerade ein.
Vom SV Stahl Hennigsdorf e.V. waren mit Rico Brendel, Michael Ehlers, Reinhardt Engert und Herbert Lang nur vier Starter mit dabei.
Rico Brendel hatte in der Altersklasse M 40 starke Konkurrenz und belegte den 8. Platz. In der Gesamtwertung war das aber ein respektabler 38. Rang. Die Grundlage dafür waren ausgeglichene Leistungen in allen drei Selektionen. Nach 27:33 min. wechselte er als 36. auf das Rad und verlor nach 57:31 min. nur einen Platz. Eine schnelle Laufzeit von 12.49 Minuten brachte dann eine Endzeit von 1:37:54 Stunden.
Michael Ehlers in der Altersklasse 50 mußte dem hohen Anfangstempo beim Laufen Tribut zollen und gab im Wechselgarten auf.
Für Reinhardt Engert, der neu in die AK M 65 rutschte, war es das erste Geländerennen der Saison. Obwohl Medaillenchancen bei der Europameisterschaft in Spanien und der Deutschen Meisterschaft in Österreich im Wintertriathlon bestanden, ließ er das alles weg. Ohne Sponsoren lassen sich derartige kostenintensive Wettkämpfe einfach nicht mehr bestreiten. Demzufolge fehlte auch die nötige Motivation für ein intensives Training. Nach 33:20 min. wechselte er auf Rang 72 auf das Rad und hatte da schon 32 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Herbert Lange. Engert setzte jetzt auf seine Erfahrungen für das Radfahren im Schnee voll ein und fuhr ein rasantes Rennen in 1:08:33 min. auf Rang 64. Damit hatte er mit 5:32 min. Vorsprung ein sicheres Polster auf Lange und lief in 18.29 min. locker ins Ziel. Das war mit einer Zeit von 2:00:23 Stunden Platz 67 gesamt und der Landesmeistertitel in der M 65.
Herbert Lange, eine der weltbesten Schwimmer seiner Altersklasse, verlor in 1:14:01 Stunden zu viel Zeit auf dem Rad, um noch entscheidend in den Endkampf mit Engert zu treten. Nach 18:08 min war er im Ziel und wurde in 2:06:02 Stunden auf Gesamtrang 73 Landes-Vizemeister.