Der März war geprägt von „Der“ Equipment-Erweiterung schlechthin: Der Neoprenanzug.

Zum einen muss die zweite Haut eines Triathleten gut passen und zum anderen sollte er mich im Idealfall auch schneller machen. Als drittes muss das Ding auch bezahlbar sein. Und ich vermute mal schon vor dem ersten Anprobieren, dass hier wie so oft nach dem Motto verfahren wird: Wer teuer kauft, kauft einmal. J

Um mir möglichst von vielen Modellen gleichzeitig einen Eindruck zu verschaffen, bin ich zu einem Neopren-Testschwimmen gegangen. Am Anfang jeder Saison veranstalten diverse Shops solche Neo-Testungen. An einem Sonntagmorgen um 10 Uhr durfte ich meinen ersten Neo anprobieren.

Bei 5 bis 6 Marken mit unterschiedlichen Modellen mit sämtlichen Größen, die man sich vorstellen kann, hat man die Qual der Wahl. Gott sei Dank haben die Jungs von Triathlon.de schon mal eine kleine Vorauswahl für jeden Körpertyp getroffen. Da man gar nicht die Zeit und Kraft hat alle Anzüge anzuprobieren, habe ich diese Vorauswahl gerne in Anspruch genommen.

Beim Anziehen so einer „Schwimmpelle“ sind so ein paar Sachen zu beachten. Zum einen muss man mit seinen Fingernägeln aufpassen, dass man das edle Material nicht beschädigt und zum anderen muss man ihn Stück für Stück anziehen und hochkrempeln. So stelle ich mir Strumpfhosenanziehen bei der Damenwelt vor. Wenn man mitbekommt, dass der Anzug im Schritt oder in den Axeln nicht sitzt, dann kann man fast komplett von vorne anfangen. Hochziehen ist nämlich radikal superschwer bis nicht möglich. Nach zwei Versuchen hat man den Dreh dann aber raus und darf endlich ins Wasser. Das erste Gefühl als ich in kühle Nass stieg war: „Wow, was hat man damit für einen Auftrieb“? Das Material schwimmt förmlich mit der darin eingeschlossenen Person. Die ersten Züge fühlten sich fantastisch schnell und einfach an. Eins war klar: So ein Ding muss ich unbedingt haben. Ich zog noch 5 weitere Modelle unterschiedlichster Firmen an und entschied mich schließlich doch für den ersten getesteten Anzug.

Ansonsten war nicht viel los im März. In diesem Stadium der Vorbereitung ist der ein oder andere voller Tatendrang. Die Sonne zeigt sich immer öfter, die Temperaturen werden wärmer und der erste Wettkampf kommt auch immer näher. Da will man eigentlich gleich `ne Schippe drauflegen, oder? Ein Teamkollege sagte neulich zu mir: Nur nicht überpacen und später in der Saison keine Kraft und Motivation haben.

Also schreibe ich das Motto des Monats März aus: Verbrennt euch nicht!

Seit heiß auf die neue Saison, aber verbrennt nicht wie eine Wunderkerze in der Silvesternacht. Fokussiert eure Ziele und verliert sie nicht aus den Augen! Denn JETZT beginnt die unmittelbare und spezifische Vorbereitung. Weg von der Rolle und rauf auf’s Bike! Läufe bei schönstem Wetter sind auch geiler, als der Kampf durch den Schneeregen und die Dunkelheit. Alles Dinge, die dazu führen können, zu schnell zu viel zu machen. Haltet eure langfristigen Ziele im Blick! Aber, wer Bock auf Zweikämpfe hat, der soll natürlich auch auf seine Kosten kommen. Ich für meinen Teil bin so ein Wettkampftyp. JETZT will ich das erste Kräftemessen haben und schauen, ob sich die Arbeit über den Winter gelohnt hat. In diesem besonderen Fall heißt dieser Wettkampf: „Cross-Duathlon-Landesmeisterschaft“ in den Rauener Bergen, schon im November auserkoren und fester Bestandteil meiner Saisonplanung. Die Tatsache, dass bei einem Duathlon meine vermeintlich schlechteste Disziplin wegfällt (bei mir das Planschen im kühlen Nass) und durch meine stärkste Disziplin (Laufen, Laufen und nochmals Laufen) ersetzt wird, sollte mir doch einen kleinen Vorteil gegenüber dem ausgewogenen Triathleten geben. So die Theorie…..

….. Drückt mir die Daumen!

Steve